Räume 1+2: Skulpturenausstellung

Forum Kunst & Architektur

Kopstadtplatz, Essen
11. Juli bis 8. August 2010

Im Innenraum der Galerie zeige ich plastische Arbeiten, die vorwiegend zwischen 2000 – 2010 entstanden sind: Skulpturen aus Ton und Platin. An dieser ungewöhnlichen Verbindung interessiert mich die Analogie der Materialsprache: die Spannung dieser äußerst verschiedenen Materien.
Skulpturen aus Ton und Metallglasur und ein photographischer Rückblick auf meine Gestaltungsarbeit im Architekturraum ergänzen die Ausstellung im Inneren der Galerie.

    

    

      

 

Im Außenraum präsentiere ich die thematische Fortführung der kleineren Skulpturen aus dem Innenbereich in einem für mich neuen Material und neuer Dimension: Beton. Sinnbildlich durchstößt eine Betonskulptur die Schaufensterscheibe und verbindet innen und außen, verbindet Raum 1+2.

 
 

Die Aufstellung meiner Skulpturen auf dem Platz soll ihren Schwerpunkt in der Zone vor der Kopstadtpassage haben und wie natürlich eine Beziehung zum Kunstforum, zu seinen Innenräumen, aufbauen. Von hier aus hat man einen Blick über den gesamten Platz mit der transparenten Pergola und den alten Bäumen als Vordergrund und Dach.

Auch die Betonskulpturen im Vordergrund und die Reihung der auf den Mauern installierten Plastiken als raumbildende Zeichen und Architekturelemente sind in ihrer Bedeutung für den Platz von hier gut sichtbar.
Dieser Ort bietet sich auch für die weitere Entwicklung von Gastronomie und als Verweilzone an. 

Überlegungen zur Gestaltung des Außenraums: Kopstadtplatz

Mit der Ausstellung meiner Skulpturen im Forum Kunst & Architektur und auf dem Kopstadtplatz möchte ich den einstmals kulturell und geschichtlich bedeutsamen Platz in Essens Mitte, insbesondere in diesem „Jahr 2010“, wieder in das kulturelle und öffentliche Gedächtnis und Blickfeld rücken.

Als zugezogener Bürger stellte sich mir der Platz bei meiner ersten Besichtigung im Frühsommer 2009 als etwas traurig und vernachlässigt dar, insbesondere nachdem ich mir Bildmaterial aus der Vorkriegszeit und Einblick in die Geschichte des Platzes verschafft hatte.
Trotzdem hat dieser Ort durch seinen Baumbestand, seine zurückhaltende Umfassungsarchitektur der Mauern und Treppen und die bewachsene Pergola einen gewissen Charme als ruhiger bespielbarer Platz inmitten des quirligen Zentrums.

Als ich bei meinem zweiten Besuch des Forums unter einem Sonnenschirm einen Kaffee trank, erkannte ich die Möglichkeiten dieses Ortes: In meiner Fantasie entstand das Bild eines ruhigen schattigen Platzes mit Skulpturen, gestaltet und belebt durch die Begegnung von Menschen mit Kunst und Spiel.

Mit der Aufstellung meiner architekturbezogenen Plastiken aus Stahl und Beton – insgesamt 18 – auf dem Kopstadtplatz möchte ich das kulturelle Geschehen im Forum Kunst und Architektur auf den Platz hinaustragen.
Ich erhoffe mir dadurch einen lebendigen Dialog zwischen den Menschen und der Kunst an diesem Ort, der es möglich macht, dass auch in Zukunft diese Erweiterung des Forums in den öffentlichen Raum sichtbar bleibt. Eine periodische Bespielung mit Kunst- und Architekturprojekten würde zu einer Belebung und einer neuen Bedeutung in diesem innerstädtischen Bereich führen.









Diskussionsrunde zur Ausstellungseröffnung
im Forum Kunst & Architektur am Kopstadtplatz in Essen.

V.l.n.r.:
P. Papenhoff, P. Lechner, T. Stachelhaus, H. Krüssmann, C. Voigt, P.Brdenk


Peter Lechner - Bildhauer